Steine oder Verkalkungen in der Niere
(Nephrolithiasis, Nephrokalzinose)
Nierensteine oder Verkalkungen der Niere im Kindesalter sind selten, können aber auf Stoffwechselerkrankungen oder Tubulopathie hinweisen. Besonders Frühgeborene entwickeln häufig eine Nephrokalzinose.
Häufig werden Nierensteine oder Verkalkungen der Niere erst durch Harnwegsinfektionen, Schmerzen oder Blut im Urin auffällig. Bei der Diagnostik kommen Laboruntersuchungen, Ultraschall und gegebenenfalls weiterführende Bildgebung zum Einsatz. Bei Verdacht auf eine genetische Ursache kann gezielt eine genetische Diagnostik erfolgen. Ziel ist es, die akuten Beschwerden zu behandeln, neue Steine zu verhindern und die Nierenfunktion langfristig zu schützen.
Diagnostik
Primäres Ziel ist die Identifikation der Ursache der Steine oder der Verkalkung. Hierzu wird wird entweder der Stein direkt oder der Urin untersucht. Auch eine molekulargenetische Untersuchung ist meist hilfreich.
Therapie
Die Therapie richtet sich nach der Ursache der Steinbildung/Verkalkung. Daneben sind Medikamente, die eine Steinbildung oder Verkalkung verhindern sinnvoll. Da die Steinbildung durch eine hohe Flüssigkeitszufuhr erschwert wird, ist diese unbedingt zu empfehlen.